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Blog > Januar 2010

Office 2010 - 32 oder 64 bit?

Mit Microsoft Office 2010 kommt zum ersten mal ein Office-Paket sowohl als 32- wie auch als 64-bit Version auf den Markt. 64-bit bringt dabei einige Vorteile, aber reichen diese auch aus um die (heutigen) Nachteile dieser noch sehr neuen Technologie wettzumachen?

Veröffentlicht am 10.01.2010 22:35:05 von Michael Hofer mit 0 Kommentar(en)

Um mit SharePoint 2010 unter Windows 7 oder Windows Server 2008 (R2) arbeiten zu können ist ein 64-bit Umgebung Pflicht. Deshalb habe ich auch gleich die Beta-Version des Microsoft Office 2010 in der 64-bit Version installiert (Hinweis: unter Windows XP 64-bit läuft Office nicht!)

Der grosse Vorteil der 64-bit Version ist natürlich, dass man das gesamte RAM nutzen kann. So kann eine Excel Arbeitsmappe nun grösser als 2GB sein und z.B. Project kann so mit riesigen Projekten mit vielen Subprojekten arbeiten. Zudem profitiert man von erweiterten Sicherheitsmechanismen, da die Office-Prozesse standardmässig unter Data Execution Prevention (DEP) laufen.

Trotzdem - eigentlich habe ich keine so grossen Office Dateien und Inhalten - und würde dies in der Regel auch tunlichst vermeiden. Schon alleine die Verwaltung (Backup?) auf der HD wäre mühsam, dass ich die Files nicht auf SharePoint hochladen kann (2GB ist da die Limite) gibt dem ganzen dann definitiv den Rest. Gar nicht davon zu reden, dass jeder, der kein 64-bit Office hat, die Datei gar nicht öffnen könnte...

Aber es gibt auch noch andere Probleme, welche man bedenken sollte: So können z.B. Access Datenbanken, bei denen der Code von den Daten getrennt ist nicht zwischen 32-bit und 64-bit Versionen ausgetauscht werden. Und - VBA Code ist unter 32- und 64-bit Versionen nicht kompatibel, wenn er Windows API funktionen aufruft oder die neuen Datentype "LongLong" oder "LonPtrData" verwendet, welche es nur in der 64-bit Version gibt.

Zudem: Grafische Elemente können in der 64-bit Version klar langsamer gerendert werden wenn die 64-bit CPU keine MMX-Unterstützung hat.

Das grösste Problem scheint mir aber wenn (wie so oft) ActiveX-controls innerhalb einer Office-Lösung verwendet werden. So verwendet z.B. SharePoint ein Active-X control um die Datenblatt-Ansicht einer Liste zu generieren. Diese Ansicht funktioniert (heute, in der Beta-Phase) nicht, wenn auf dem Client ein 64-bit Office installiert ist!

Tja, so sieht dann mein Fazit leider so aus, dass ich wahrscheinlich noch eine Weile bei der 32-bit Version von Office bleibe. Speicher hin ider her, im Moment fehlt es noch ein wenig an der breiten Unterstützung von 64-bit und es gibt noch einige Kompatibilitätsprobleme zu lösen bevor wirklich durchgehend in einer 64-bit Umgebung gearbeitet werden kann.

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